(Psycho-)Stimulanzien in Psychopharmakotherapie und pharmakologischem Neuroenhancement und ihre suchtmedizinischen Implikationen

Author:

Soyka Michael12,Franke Andreas G.3

Affiliation:

1. Medical Park Chiemseeblick, Bernau, Deutschland

2. Ludwig-Maximilians University (LMU) München, Psychiatrische Klinik, München, Deutschland

3. Department of Social Work and Education, University of Neubrandenburg, University of Applied Sciences, Neubrandenburg, Deutschland

Abstract

Zusammenfassung. Zielsetzung: Ziel des Artikels ist es, dem Leser eine Übersicht über die Wirkungen und die Verbreitung von (Psycho-)Stimulanzien zur Verbesserung kognitiver Funktionen bei Gesunden (pharmakologisches kognitives Neuroenhancement [PCE]) unter besonderer Berücksichtigung suchtmedizinischer Aspekte zu geben. Methodik: Systematische Literaturrecherche via PubMed nach Psychostimulanzien („stimulants“), die zur geistigen Leistungssteigerung („cognitive enhancement“) eingesetzt werden, und Literaturrecherche in aktuellen Büchern aus dem Bereich Sucht. Ergebnisse: Nach heutigem Kenntnisstand spielt die Gruppe der (Psycho-)Stimulanzien die zentrale Rolle beim Phänomen des PCE. Hierzu zählen sowohl die frei verkäuflichen Methylxanthine wie Koffein aber auch illegale bzw. verschreibungspflichtige Amphetamine und deren Derivate wie Methylphenidat, die zum PCE missbraucht werden. Gleichermaßen werden die verschreibungspflichtigen Substanzen dieser Gruppe aber auch gemäß ihrer Indikation psychopharmakotherapeutisch angewendet. Dabei liegt das Ziel der Psychopharmakotherapie in der Verbesserung der vorliegenden Symptome und im Bezug zu krankheitsbedingten kognitiven Einbußen in der Wiederherstellung des krankheitsbedingt verloren gegangenen kognitiven Funktionsniveaus mit einem für die jeweilige psychische Erkrankung indizierten Medikament. Ziel des PCE ist hingegen die Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit verschiedener kognitiver Domänen wie z. B. Vigilanz, Konzentration und Gedächtnis über ein „normales Maß“ hinaus. Schlussfolgerung: Der Artikel zeigt die Überschneidung der (Psycho-)Stimulanzien zur Pharmakotherapie und zum PCE und verdeutlicht insbesondere das Suchtrisiko bei Kranken und Gesunden.

Publisher

Hogrefe Publishing Group

Subject

Psychiatry and Mental health,Public Health, Environmental and Occupational Health,Medicine (miscellaneous)

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1. 9/m mit Konzentrationsstörungen;Monatsschrift Kinderheilkunde;2023-02-22

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