Affiliation:
1. Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschung (ZIS) der Universität Hamburg
2. Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Abstract
Fragestellung: Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) gehört mit einer Punktprävalenz von 15 – 41 % zu den häufigsten komorbiden Störungen bei Personen mit Abhängigkeitserkrankungen. Erst in den letzten Jahren wurde verstärkt damit begonnen, traumatherapeutische Interventionen an diese Patientengruppe zu adaptieren. Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über den aktuellen Stand dieser Entwicklung geben, mit einem Schwerpunkt auf empirisch überprüften Therapieverfahren. Ergebnisse: Im klinischen Alltag werden alle Interventionen, die sich im Rahmen der Traumatherapie bewährt haben, auch bei Suchtkranken erfolgreich eingesetzt. Dabei steht inzwischen fest, dass Ansätze aus beiden Bereichen von Beginn der Therapie an miteinander kombiniert werden sollten. Die existierenden randomisierten kontrollierten Studien beziehen sich sämtlich auf ein stabilisierendes Therapieprogramm („Sicherheit finden“), dessen Effektivität inzwischen als belegt gelten kann. Schlussfolgerungen: Insgesamt hat sich die Behandlung Suchtkranker mit komorbider PTBS in den letzten Jahren stark entwickelt. Allerdings liegen zur Trauma-Exposition bei dieser Patientengruppe bislang kaum systematischen Befunde vor. Weitere Evaluationsstudien sollten folgen, um das gesamte Spektrum traumaspezifischer Interventionen bei Suchtkranken angemessen bewerten zu können.
Subject
Psychiatry and Mental health,Public Health, Environmental and Occupational Health,Medicine (miscellaneous)
Cited by
8 articles.
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