Affiliation:
1. Forensisch Toxikologisches Centrum GmbH, München, Germany
Abstract
ZusammenfassungDie direkten Alkoholkonsummarker Ethylglucuronid (EtG) in Urin und Haaren sowie
Phosphatidylethanol (PEth) im Blut sind die Biomarker der Wahl bei einer
Überprüfung einer Eignung gerade auch im Straßenverkehr. Die Bestimmung von EtG
im Urin kann nur für unvorhersehbar anberaumte Abstinenzkontrollen eingesetzt
werden, erlaubt aber keine weiterführende Interpretation bzgl. eines
Konsumverhaltens. Die Bestimmung von EtG im Haar kann bei einem Cutoff von
5 pg/mg als Abstinenzkontrolle erfolgen, bis unter 30 pg/mg kann man ansonsten
von einem moderaten, sozial angepasstem Konsumverhalten ausgehen. PEth im Blut
eignet sich mit einem Cutoff von 20 ng/mL ebenfalls für Abstinenzkontrollen,
Werte ab 210 ng/mL sprechen für einen übermäßigen Alkoholkonsum. PEth, das viel
schneller auf Änderungen des Konsumverhaltens reagiert, als die Konzentration
von EtG im Haar, wird auch eingesetzt in der analytischen Begleitung des
Kontrollierten Trinkens nach Körkel. Der derzeitig dafür propagierte Cutoff von
100 ng/mL ist ggf. noch nach unten zu korrigieren. Möglichkeiten und Grenzen
dieser Alkoholkonsummarker werden vorgestellt und diskutiert.
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