Abstract
Kaum ein literarisches Oeuvre ist über die Jahrhunderte derart kontrovers beurteilt worden, wie das von Hans Sachs: Von Zeitgenossen wie Melanchton und Jacob Schopper als größter deutscher Dichter, als „teutsche[r] Vergilius“ verehrt, war er für die Generation der Barockpoeten, für Dichter wie Opitz, Stieler und Gryphius, nur noch ein Stümper, ein geistloser Vielschreiber, wurde zu einer Karikatur degradiert, sein Knittelvers verspottet. Goethe, Wieland und Schlegel dagegen rehabilitierten den Meistersinger, Wagner schließlich setzte ihm mit seinen Meistersingern von Nürnberg ein Denkmal. Heute ist Sachs ein kanonischer Autor. In dieser Studie sollen die Gründe für diese ambivalente Einschätzung des Meistersingers im Wandel der Epochen exemplarisch an einem Werk diskutiert werden, das über die Jahrhunderte nichts an seiner Popularität verloren hat: am Schlaraffenland von 1530.
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