Affiliation:
1. Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
2. Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Abstract
Maligne Tumoren des Uterus sind für fast 9% aller Krebsneuerkrankungen und für etwa 4,5% aller tumorbedingten Todesfälle bei Frauen verantwortlich. Die drei wichtigen Malignome des Uterus sind das Endometriumkarzinom, das Uterussarkom, die beide den Uteruskörper betreffen, sowie das Zervixkarzinom, welches vom Gebärmutterhals ausgeht. Das Endometriumkarzinom kommt gehäuft im höheren Lebensalter vor und ist zu > 70% hormonsensibel (Typ I) Der Karzinomtyp II ist häufig entdifferenziert und nicht hormonsensibel. Die Diagnose wird besonders durch die Vaginalsonographie und histologisch nach Hysteroskopie und fraktionierter Abrasio gesichert. Als Therapie der Wahl ist die stadiengerechte Operation (gegebenenfalls inklusive Lymphonodektomie) anzustreben, da nur diese ein exaktes Staging erlaubt. Postoperativ oder auch in fortgeschrittener Erkrankungssituation können der Einsatz endokriner Therapien, sowie der perkutanen bzw. Afterloading Strahlentherapie sinnvolle Therapiebestandteile sein. Chemotherapien kommen nur bei nicht hormonsensiblen oder fortgeschrittenen Tumoren zum Einsatz. Die uterinen Sarkome sind eine heterogene Gruppe seltener Tumoren. Daher gibt es keine umfassende Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Sarkome. Da diese häufig aggressiven Tumoren wenig auf medikamentöse Therapien und Strahlentherapien ansprechen, kommt der primären Operation eine zentrale Rolle zu. Das Zervixkarzinom entsteht maßgeblich auf dem Boden einer persistierenden Infektion mit onkogenen HPV-Typen. Als onkogene Co-Faktoren werden häufig der Nikotinabusus, eine Immundefizienz und zusätzliche chronische Genitalinfektionen genannt. Das Zervixkarzinom (80% plattenepitheliale Typen und 20% Adenokarzinome) und seine Vorstufen sind einer Vorsorgeuntersuchung sehr gut zugänglich. Viele Tumoren werden in frühen Stadien diagnostiziert. Präoperativ steht die lokale und distante Ausbreitungsdiagnostik im Vordergrund. Die stadiengerechte Therapie in frühen Stadien besteht in der radikalen Hysterektomie (inkl. Lymphonodektomie) und seltener in organerhaltenden Operationen (bei Kinderwunsch). Alternativ kann eine primäre Radiochemotherapie durchgeführt werden. Tumorstadien ≥ FIGO IIb werden mit einer primären kombinierten Strahlenchemotherapie behandelt.
Cited by
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