Affiliation:
1. Ressort Pflege / MTT, Universitätsspital Basel
2. Pflegewissenschaft - Nursing Science (INS), Universität Basel
Abstract
Zusammenfassung. Hintergrund: Die Nachfrage nach Leistungen der spitalexternen Hilfe und Pflege zu Hause in der Schweiz (Spitex) steigt jährlich um 8 %. Die Pflegesituationen werden komplexer und mit Fehlen von zeitlichen und fachlichen Ressourcen steigt das Risiko für die Rationierung von notwendigen pflegerischen Leistungen. Zielsetzung: Die Studie exploriert, welche Erfahrungen fallverantwortliche Pflegefachpersonen mit Rationierung pflegerischer Leistungen machen und wie sie im Arbeitsalltag damit umgehen. Methoden: Wir wählten einen qualitativen Ansatz mit einer interpretierenden Beschreibung. Wir führten zwischen September und Dezember 2018 leitfadengestützte Interviews mit 12 fallverantwortlichen Pflegefachpersonen aus sieben Deutschschweizer Spitexorganisationen durch. Die Daten wurden anhand der thematischen Analyse von Braun und Clarke bearbeitet. Ergebnisse: Die fallverantwortlichen Pflegefachpersonen berichten über mangelnde zeitliche Ressourcen für die Steuerung des Pflegeprozesses. Sie zeigen hohes Engagement für eine gute Pflegequalität, befinden sich jedoch auf einer Gratwanderung zwischen diesem Anspruch und der Wirklichkeit der Rahmenbedingungen. Sie stehen unter Druck, notwendige Leistungen gegenüber Krankenkassen zu vertreten. Schlussfolgerungen: Das Erleben von Rationierung gehört zum Alltag der fallverantwortlichen Pflegefachpersonen. Sie federn deren Konsequenz für die Klient_innen mit hohem Einsatz ab. Enge Rahmenbedingungen begünstigen die Rationierung und sowohl auf der Ebene der Politik wie der Spitexorganisationen sind zielführende Maßnahmen erforderlich.
Subject
General Medicine,General Nursing
Cited by
1 articles.
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