Affiliation:
1. Klinik für Gynäkologie, Universitätsspital Zürich
Abstract
Zusammenfassung. Veränderungen im urogenitalen Mikrobiom der Blase, Urethra, Vagina und Zervix können Ursache für wiederkehrende Infektionen sein. Dabei muss zwischen obligat und fakultativ pathogenen Keimen unterschieden werden. Bei den fakultativ pathogenen Keimen soll nur beim Vorliegen von zuordenbaren Symptomen antibiotisch, antiviral oder antimykotisch behandelt werden. Sexuell übertragbare Erkrankungen manifestieren sich bei Frauen isoliert urogenital oder als aufsteigender Infekt («pelvic inflammatory disease»). Sexuell übertragbare Erkrankungen (z.B. Chlamydieninfektion) können asymptomatisch verlaufen oder mit einer hohen Symptomlast, Lebensqualitätseinschränkung oder Sterilität einhergehen. Dieser Minireview gibt einen Überblick über die Pathogenität und Behandlung der verschiedenen Erreger.