Affiliation:
1. Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere mit Tierärztlicher Ambulanz
2. Zentrale Abteilung Biomathematik und Datenverarbeitung, Fachbereich Veterinärmedizin, Justus-Liebig-Universität Gießen
Abstract
Zusammenfassung
Ziel Erfassung der endokrinen Hodenfunktion beim Esel (Equus asinus) im Jahresverlauf.
Material und Methodik Bei 5 Zwerg- und 4 Normaleselhengsten wurden die Konzentrationen von Testosteron (T), Estron (E1) und Estronsulfat (E1S) mittels radioimmunologischer Verfahren bestimmt.
Ergebnisse Für die Konzentrationen aller 3 Steroide ergab sich eine hochsignifikante (p < 0,0001) Abhängigkeit von der Jahreszeit. Niedrige Werte wurden in den Monaten November bis Januar, Höchstwerte in den Monaten April, Mai, Juni gemessen. Der Verlauf der E1-Konzentrationen wies die Rasse als zusätzlichen Einflussfaktor auf die Ausprägung der Saisonalität aus. Die mittlere T-Konzentration (X̅g × SF ± 1) lag bei 1,58 × 1,20 ± 1 ng/ml, die Werte schwankten zwischen 0,39 ng/ml und 5,95 ng/ml und waren damit ca. doppelt so hoch wie beim Pferdehengst. Die mit 0,10–0,17 ng/ml im unteren Messbereich liegenden E1-Konzentrationen entsprachen den beim Pferdehengst gemessenen. Die E1S-Konzentrationen lagen im Mittel bei 0,91 ± 0,23 ng/ml, sie schwankten zwischen 0,34 und 1,36 ng/ml und waren damit, orientiert an den Höchstwerten, ca. um den Faktor 300 niedriger als beim Pferdehengst.
Schlussfolgerung Die erhobenen Daten bestätigen den Esel als eine zur Gruppe der „Long Day Breeder“ gehörende Spezies. Unbeschadet der engen phylogenetischen Verwandtschaft ergeben sich hinsichtlich der Produktion von E1S erhebliche Unterschiede zwischen Pferd und Esel.
Klinische Relevanz Referenzwerte für Sexualsteroide können auch zwischen nahe verwandte Arten nicht ohne Weiteres übertragen werden.
Subject
General Veterinary,Food Animals
Cited by
3 articles.
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