Abstract
Die rheumatoide Arthritis führt bei den meisten Patienten im Verlauf der
Erkrankung zu Fußdeformitäten mit daraus resultierenden
typischen Beschwerden und Einschränkung der Mobilität. Im Rahmen
der konservativen Therapie liegt neben der medikamentösen Behandlung,
der physikalischen Therapie und Krankengymnastik sowie den lokalen
Infiltrationstechniken der Schwerpunkt in der
orthopädie-schuhtechnischen Versorgung. Die Pathophysiologie des
Rheumafußes beinhaltet infolge der entzündlichen
Veränderungen zunächst eine Auflockerung des
Kapsel-Band-Apparates mit Instabilität und typischer
Fußdeformität. Diese anfangs noch instabile Situation kann durch
entsprechende Einlagenversorgungen korrigiert und konsolidiert werden. Im
weiteren Verlauf der Erkrankungen kommt es dann zu Funktionsstörungen
der Biomechanik des Rheumafußes, die durch entsprechende
Schuhzurichtungen entlastet werden können. Bei der schweren
Fußdeformität im Endstadium mit Kontrakturen und fixiertem Vor-
und Rückfuß sind dann orthopädische Maßschuhe in
Einzelanfertigung nach Erstellung eines Leistens für die
Mobilität und Lebensqualität des Rheumatikers erforderlich.
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