Affiliation:
1. Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum der RWTH Aachen
2. Medizinische Klinik I, Klinikum Fulda
Abstract
ZusammenfassungPatienten mit Diabetes mellitus haben im Vergleich zur Normalpopulation ein signifikant erhöhtes Risiko, kardiovaskuläre Ereignisse zu erleiden. Durch spezifische diabetesassoziierte pathophysiologische Veränderungen schreitet die koronare Atherosklerose bei Patienten mit Diabetes mellitus in der Regel schneller und diffuser voran. Mithilfe des SYNTAX-Scores können der morphologische Schweregrad der koronaren Herzerkrankung graduiert und somit die optimale Revaskularisationsstrategie festgelegt werden. Diabetische Patienten mit einer komplexen Koronar- und Stenoseanatomie profitieren, sofern das operative Risiko vertretbar ist, am ehesten von einer aortokoronaren Bypassoperation. Bei weniger komplexer KHK stellt die perkutane Koronarintervention eine valide Therapiealternative dar, hier sollten heutzutage aber ausschließlich medikamentenbeschichtete Stents der 2. Generation verwendet werden.