Abstract
ZusammenfassungDas Erfordernis einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung stellt das Gesundheitswesen aktuell vor eine große Herausforderung. Genauer sollte die Digitalisierung in der Versorgungsstruktur stärker forciert werden, um dem Druck des demografischen Wandels in der Gesellschaft, der Globalisierung der Wirtschaft und des medizinisch-technischen Fortschritts standzuhalten. Doch digitale Leistungen aus dem Bereich der Telemedizin erfordern dazu die Akzeptanz auf Seiten der Patienten sowie der Ärzte als eine zentrale Voraussetzung für eine erfolgreiche Etablierung. In der vorliegenden Untersuchung wurden Patienten, die ehemals wegen Rückenschmerzen in Behandlung waren, zur Akzeptanz der Nutzung einer Videosprechstunde befragt. Mit Vorerfahrungen im beruflichen oder privaten Bereich fiel die Akzeptanz, unabhängig vom Alter der Patienten, höher aus als ohne vorherige Berührungspunkte mit digitalen Leistungen. Im Kontext der während der Befragung herrschenden Covid-19-Pandemie zeigten die Patienten dennoch eine hohe Bereitschaft zur Nutzung einer Videosprechstunde, obwohl die tatsächliche vorherige Teilnehmeranzahl an Online-Sprechstunden äußerst gering ausfiel. Zurückführbar wäre dies auf das fehlende Angebot der Ärzte, welches durch unzureichende Möglichkeiten aufgrund von einer einschränkenden rechtlichen Ausgangssituation begründet sein könnte. Die positiven Entwicklungen der letzten Jahre mit Verabschiedungen des eHealth-Gesetzes (2015) und des Digitale-Versorgung-Gesetzes (2020) können nun helfen, den Digitalisierungsprozess im deutschen Gesundheitssystem weiterzuentwickeln.
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