Affiliation:
1. Klinik für Innere Medizin III, Nephrologie, Endokrinologie und Rheumatologie, Jena Universitätsklinikum, Jena
Abstract
ZUSAMMENFASSUNGDer Einfluss des Geschlechts auf die Prävalenz, das Auftreten und den Verlauf vieler Erkrankungen ist tiefgreifend. In den meisten Fällen wird ein bestimmtes Geschlecht als Risikofaktor für die Genese und Progression der Krankheit angesehen. Dies ist bei der diabetischen Nephropathie (DN) nicht ganz so eindeutig, deren Entwicklung und Schweregrad von vielen Faktoren wie dem Typ und der Dauer des Diabetes mellitus, der Blutzucker- und Blutdruckeinstellung sowie biologisch-genetischen Risikofaktoren abhängen. Insbesondere die Tatsache, dass die Sexualhormonspiegel, die an der Pathophysiologie der Nieren beteiligt zu sein scheinen, durch den Diabetes mellitus selbst dramatisch beeinflusst werden, verdeutlicht die Komplexität der Frage nach den Geschlechtsunterschieden bei DN. Das Hauptziel dieser Übersichtsarbeit ist es, den aktuellen Wissensstand über biologische geschlechtsspezifische Aspekte bei der Genese der DN zusammenzufassen und die Rolle der Sexualhormone zu beleuchten.
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