Affiliation:
1. I. Medizinische Klinik, Universitätsklinikum Augsburg, Augsburg, Deutschland
Abstract
ZusammenfassungStrukturelle und funktionelle Veränderungen des Herzmuskels definieren Kardiomyopathien, die sich bildmorphologisch in 5 verschiedene Phänotypen einteilen lassen. Aufgrund u. a. hämodynamischer Unterschiede der verschiedenen Phänotypen unterscheidet sich auch deren Therapie. So existieren für einige Kardiomyopathien spezielle medikamentöse Therapien, für andere hingegen stützt sich die Therapie auf eine unspezifische Herzinsuffizienztherapie. Allerdings gilt es, auch bei Letztgenannter, Unterschiede in der Behandlung zu beachten. Neben der medikamentösen Therapie können auch in Einzelfällen mithilfe einer kardialen Device-Therapie – wie z. B. der Schrittmachertherapie – positive Effekte erzielt werden, allerdings wiederum abhängig vom jeweiligen Phänotyp. Auch hinsichtlich der Primärprävention eines plötzlichen Herztods unterscheidet sich das Vorgehen, bei der neben der Phänotypisierung auch die Genotypisierung eine wichtige Rolle spielt. Diese Gründe bekräftigen die
Notwendigkeit der Differenzierung verschiedener Kardiomyopathien.