Affiliation:
1. Koordinierungsstelle Netzwerk Universitätsmedizin in der
Charité-Universitätsmedizin Berlin, Berlin
Abstract
ZusammenfassungEin wichtiges Instrument zur Verbreitung neuer Erkenntnisse aus der Forschung in
der Patient*innenbehandlung sind Leitlinien. Sie sollen eine
möglichst optimale evidenzbasierte Versorgung unterstützen.
Für den Umgang mit einer neuen Erkrankung wie COVID-19, für die
es initial keine etablierte Versorgungspraxis gab, war die schnelle Erarbeitung
aktueller Leitlinien essentiell. Angesichts intensiver weltweiter Forschung
entstand in kurzer Zeit sehr viel neues Wissen. Gleichzeitig mussten akut sehr
viele Patient*innen behandelt werden. Die Fülle neuer
Erkenntnisse musste somit in einer Zeit sehr schnell in die Praxis transferiert
werden, in der medizinisches Personal durch den hohen Versorgungsbedarf ohnehin
schon sehr stark belastet war. Zudem ist die Erstellung von Leitlinien
zeitintensiv und aufwändig. Daher hat das Netzwerk
Universitätsmedizin (NUM), ein Forschungsverbund von 36 deutschen
Universitätsklinika, im Projekt CEOsys Ansätze entwickelt, um
den Transfer neuer Erkenntnisse aus der COVID-19-Forschung in die
Patient*innenbehandlung erheblich zu beschleunigen. Die dafür
erforderlichen Plattformen müssen nun verstetigt werden, um die Pandemic
Preparedness in Deutschland dauerhaft zu verbessern.