Affiliation:
1. Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und
Rheumatologie, Charite Universitätsmedizin Berlin, Berlin,
Deutschland
2. MVZ für Gastroenterologie am Bayerischen Platz, Berlin,
Deutschland
Abstract
ZusammenfassungDie meisten rheumatologischen Krankheitsbilder können Einfluss auf den
Gastrointestinaltrakt haben. Dabei können intestinale Manifestationen
(z. B. rheumatoide Vaskulitis, IgG4-assoziierte Pankreatitis,
IgG4-assoziierte Cholangitis, Lupus-Enteritis, Polyarteriitis nodosa, Purpura
Schoenlein-Henoch, nekrotisierende Vaskulitis), assoziierte intestinale
Erkrankungen (chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED),
Zöliakie) und intestinale Komplikationen der rheumatologischen
Erkrankung (z. B. Amyloidose, erosive Refluxerkrankung bei Sklerodermie)
bzw. ihrer Behandlung (z. B. NSAR-Magenulcus, MTX-Mukositis,
Soor-Ösophagitis, intestinale Tuberkulose, ulzerierende
HSV-Ösophagitis, CMV-Kolitis) voneinander abgegrenzt werden. Dadurch
kommen gastrointestinale Symptome bei Patienten mit rheumatologischen
Erkrankungen sehr häufig vor. Die Diagnosestellung (er)fordert
Gastroenterologen im interdisziplinären Behandlungsnetzwerk mit
Rheumatologen. Insbesondere bei Behandlung von CED ergeben sich für die
überschneidenden Zulassungsindikationen der zur Verfügung
stehenden Medikamente in der interdisziplinären Absprache zwischen
Rheumatologen und Gastroenterologen synergistische Behandlungsoptionen.