1. In meiner Acaena‐Monographie Bibl. bot. Heft 74 p.296–321 habe ich eingehend die leichte spontane Kreuzung unter den Acaenen in den botanischen Gärten beleuchtet: man beachte besonders die Bastarde zwischen in der Tracht und im Fruchtbau einander ferner stehenden Arten wieA. glabraundA. sanguisorbaesowie zwischenA. glabraundA. Hieronymi. Meine seit Jahren bestehende Absicht Kreuzung der Acaenen mit anderen Sanguisorbeengattungen z. B. mitPoterium spinosum Polylepis Bencomiaherbeizuführen hat sich bislang hauptsächlich wegen der Ungleichzeitigkeit der Blütenentwicklung nicht verwirklichen lassen. Hoffentlich gelingt es mirzwischen einer vom chilenischen Festlande stammenden Form derAcaena argenteaund der (im Gegensatze zu der zweikarpelligen subsp.digynusvon Masatierra) mit nur einem Fruchtblatte in jeder Cupula versehenen festländischen Unterart desMargyricarpus setosus die ich beide lebend in Pflege habe eine der Masatierra·Margyracaenaähnliche Kreuzung zu erzielen.
2. Übrigens sei bei dieser Gelegenheit bezüglich der beiMargyracaenatrotz der wahrscheinlich stets tauben Früchte vorhandenen zwar kleinen aber doch deutlich ausgebildeten Cupularstacheln bemerkt daß sich diese Organe nach meinen Erfahrungen bei rein weiblichenAcaena‐Pflanzen auch dann gut ausbilden wenn die Blüten wegen Fehlens männlicher Exemplare unbefruchtet bleiben und nachweislich taub sind wovon ich mich seit Jahren an einer im botanischen Garten befindlichen reich wuchernden und sich durch unterirdische Ausläufer vermehrenden weiblichen Pflanze vonA. macrostemonsubsp.pachystigmaBitt. (inAcaena‐Monographie Bibl. bot. Heft 74 p.192) überzeugt habe. Auch rein weibliche von männlichen und monözischen Exemplaren völlig abgesonderte Pflanzen der SanguisorbeeBencomia caudatabilden ihre kugeligen Fruchtcupulae gerade so aus als ob sie reife Samen enthielten. (Weitere Beispiele zu der in den letzten Jahrzehnten an verschiedenen Pflanzen nachgewiesenen Erscheinung der Parthenokarpie!)