Affiliation:
1. Department of Dermatology Taipei City Hospital Taipei City Taiwan
2. Department of Dermatology National Taiwan University Hospital and College of Medicine Taipei City Taiwan
3. Department of Internal Medicine Far Eastern Memorial Hospital New Taipei City Taiwan
4. Center for General Education Lee‐Ming Institute of Technology New Taipei City Taiwan
5. Institute of Epidemiology and Preventive Medicine National Taiwan University Taipei City Taiwan
6. Department of Internal Medicine National Taiwan University Hospital and College of Medicine Taipei City Taiwan
7. School of Medicine College of Medicine National Yang Ming Chiao Tung University Taipei City Taiwan
Abstract
ZusammenfassungHintergrund und ZieleObwohl verschiedene Interventionen zur Behandlung von Molluscum contagiosum eingesetzt wurden, sind Nutzen und Wirksamkeit nach wie vor unklar. Um die Wirksamkeit und Sicherheit der Interventionen gegen Molluscum contagiosum vergleichend zu beurteilen, wurde eine Netzwerk‐Metaanalyse durchgeführt.Patienten und MethodikEmbase, PubMed und Cochrane Library wurden nach Artikeln durchsucht, die zwischen dem 1. Januar 1990 und dem 30. November 2020 veröffentlicht wurden. Geeignet waren randomisierte klinische Studien (randomized clinical trials, RCT) von Interventionen bei immunkompetenten Kindern und Erwachsenen mit genitalen/nichtgenitalen Molluscum contagiosum‐Läsionen.ErgebnisseZwölf Interventionen aus 25 RCT mit 2123 Teilnehmern wurden beurteilt. Im Vergleich mit Placebo hatte Ingenolmebutat den deutlichsten Effekt auf die vollständige Abheilung (Odds Ratio [OR] 117,42, 95%‐Konfidenzintervall [KI] 6,37–2164,88), gefolgt von Kryotherapie (OR 16,81, 95%‐KI 4,13–68,54), Podophyllotoxin (OR 10,24, 95%‐KI 3,36–31,21) und Kaliumhydroxid (KOH) (OR 10,02, 95%‐KI 4,64–21,64). Aufgrund der dürftigen Datenlage konnte keine quantitative Synthese zu unerwünschten Wirkungen durchgeführt werden.SchlussfolgerungenIngenolmebutat, Kryotherapie, Podophyllotoxin und KOH waren hinsichtlich einer vollständigen Abheilung wirksamer als die anderen Interventionen. Allerdings wurden vor kurzem Sicherheitsbedenken hinsichtlich Ingenolmebutat geäußert. Aufgrund der Möglichkeit einer spontanen Abheilung ist bei asymptomatischen Infektionen auch nur deren Beobachtung gerechtfertigt. Faktoren wie unerwünschte Wirkungen, Kosten, Patientenwunsch und medizinische Verfügbarkeit sollten berücksichtigt werden.