1. Zur Bundesrepublik als westlicher Demokratie Ernst Fraenkel (1974)
2. zum Staatsverständnis westlicher Demokratien Winfried Steffani (1983a) und Martin Kriele (1975). Der Begriff der Volkssouveränität und seine Relation zum Verfassungsstaat ist umstritten, vgl. Martin Kriele (1975, insbesondere S. 111 ff.), der ihn auf den Akt der Verfassungsgebung begrenzen will, und Peter Graf Kielmansegg (1977), der für seine Aufgabe plädiert (S. 240), sowie (nach Souveränitätsbegriffen differenzierend) Joachim Detjen (1988) S. 246 ff., besonders S. 249 ff.
3. U.a. Martin Kriele (1975) S. 111; ders. (1987) insbesondere S. 29 ff.; Winfried Steffani (1983a) S. 102; Eberhard Schmidt-Aßmann (1987) Rdnr. 46; Stephan Eisel (1986) S. 91 ff. Die Existenz eines Trägers höchster, rechtlich ungebundener Entscheidungsmacht, eines “Souveräns”, ist damit innerhalb eines Verfassungsstaates prinzipiell unmöglich. Dies gilt auch für die Staatsorgane Parlament und Wahlbürgerschaft, hierzu Peter Graf Kielmansegg (1988) S. 66.
4. Wie hier Max Frenkel (1984) Rdnr. 252 ff. Bezogen auf die Bundesrepublik vertritt Konrad Hesse (1988, Rdnr. 217, Fn. 1) die gegenteilige Ansicht, daß die Länder keine Staaten seien. Dagegen mit Recht Uwe Barschel (1982, S. 167) unter Hinweis auf Art. 30 GG sowie Hans-Jochen Vogel (1984, S. 818) aufgrund der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts. Allgemein ist für die Anerkennung der Staatlichkeit eines Gebildes nach wie vor die Drei-Elementen-Lehre Georg Jellineks (Staatsgebiet, -gewalt, -volk) maßgebend. Hierauf bezogen hat Martin Kriele (1975, S. 84) den Bundesstaat “die Crux aller Versuche, den Staatsbegriff zu bestimmen” genannt.
5. Max Frenkel (1984) Rdnr. 263; vgl. Rainer Olaf Schultze (1985) S. 104 f.; Heinz Laufer (1986) S. 147. Karl Weber (1980, S. 87) nennt dagegen statt der Organisationsautonomie das Bestehen eines Finanzausgleichs als Definitionskriterium.