1. Tigri (Della funzione della milza. Parte 2a. Bologna 1848. p. 26.) erwähnt, dafs er bei einer mit Ascites und Anasarca gestorbenen Frau eine um das 3fache vergröfserte Milz mit bedentender Verdichtung des Parenchyms gefunden habe. In den Milzgefäfsen waren sehr grofse farblose Körperchen, von denen viele das Ausschen eines Halbkreises mit Residuen von Kern darboten.
2. Das Präparat ist in der pathol.-anatom. Sammlung unter No. 626. Abth. II. (Jahrg. 1847. No. 45.) aufbewahrt. Man erkennt noch deutlich die Fibrinkeile und das dichte, vollkommen fleischige, ausserordentlich zähe Parenchym, sowie einzelne imHilo lienis gelagerte, geschwollene Lymphdrüsen.
3. Vierordt spricht sich in seinen eben erschienenen Aufsätzen über Blutanalyse an verschiedenen Stellen mit grofser Lebhaftigkeit gegen die Annahme aus, dafs das Serum=Blutplasma minus Faserstoff sei (Archiv f. physiol. Heilk. 1852. p. 64. 65.). Allein Alles, was er dagegen vorbringt, sind blofse Fragen und Zweifel, die sich auf keine einzige andere beobachtete Thatsache stützen, als dafs im Blutserum einzelne Blutkörperchen vorkommen können. Das einzige wichtige Positive, was dagegen aufgestellt werden konnte, hat früher Moleschott angegeben, indem er die zu verschiedenen Zeiten bei der Zusammenziehung des Blutkuchens ausgeprefste Flüssigkeit verschieden reich an Wasser gefunden zu haben glaubte. Nachdem ich schon früher das Unzureichende seiner Untersuchungsmethode angedeutet hatte (dies. Archiv Bd. III. S. 235.), ist dieselbe neuerlichst durch C. Schmidt (Charakteristik der Cholera p. 10.) durch genaue Gegenversuche widerlegt worden. Das Bedenken, dafs das Serum nicht frei von Blutkörperchen gewonnen werden könne, ist ungegründet; bei der nöthigen Vorsicht ist diefs allerdings möglich, und wenn, hie und da ein Blutkörperchen in dem Serum zurückbleiben sollte, so ist der Fehler verschwindend klein. Das weitere Bedenken Vierordt's, dafs zwischen den Bestandtheilen des Blutkuchens und der auf dem Boden des Aderlafs-Gefäfses im Serum vorhandenen Blutkörperchen einerseits, und den Serumtheilchen andererseits ein Austausch erfolgen könne, gilt für alle Methoden der Analysen, auch für die von ihm neu aufgestellte, und würde, wenn es wirklich Grund hätte, in irgend einer Weise überall hervortreten. Endlich die Möglichkeit, dafs bei der Zusammenziehung des Blutkuchens ein Theil des Blutkörperchenwassers sammt gewissen anderen Bestandtheilen der Körperchen ebenfalls in das Serum herausgeprefst werden möchte, scheint am besten widerlegt durch die grofse Constanz der für die Salze des normalen Serums gefundenen Zahlen.
4. Diefs scheint ein Druckfehler zu sein; es soll wahrscheinlich „Pigmentkörner” heifsen.
5. Hierher gehört wahrscheinlich eine Beobachtung von Jansen (Nederl. Lancet 2e Serie. 3e Jaary. p. 522.), wo sich nach einem typhösen Fieber ein immer steigender Zustand von Anämie und Schwäche bei einem 20jährigen Soldaten ausbildete und bei der Sektion eine mäfsige Vergröfserung von Milz, Leber und Peyerschen Drüsen nebst einer fast ganz serösen Beschaffenheit des Bluts sich vorfand. Eine mikroskopische Untersuchung ist leider nicht gemacht.