Abstract
Zusammenfassung
Hintergrund
Die Chronifizierung nichtspezifischer Rückenschmerzen hängt vor allem mit psychologischen Faktoren zusammen. Wirkmechanismen psychologischer Faktoren wurden jedoch noch wenig bei nichtspezifischen chronischen Rückenschmerzen (CRS) untersucht, insbesondere nicht der Mediatoreffekt der schmerzspezifischen Selbstwirksamkeit.
Fragestellung
Mediiert die schmerzspezifische Selbstwirksamkeit die langfristige Vorhersage arbeitsbezogener Faktoren durch die Depressivität?
Methodik
Im Rahmen einer explorativen Sekundäranalyse wurden einfache Mediationsanalysen zur längsschnittlichen Vorhersage der subjektiven Erwerbsprognose sowie physischen und psychischen Arbeitsfähigkeit durch die Depressivität mit dem Mediator schmerzspezifische Selbstwirksamkeit bei 382 Personen mit nichtspezifischen CRS in der stationären Rehabilitation durchgeführt.
Ergebnisse
Die Befunde sprechen dafür, dass die Depressivität zu Rehabilitationsbeginn die Ausprägungen in allen drei arbeitsbezogenen Kennwerten 24 Monate nach der Rehabilitation vorhersagte und die schmerzspezifische Selbstwirksamkeit 12 Monate nach der Rehabilitation diesen Zusammenhang vermittelte.
Schlussfolgerung
Bei der Behandlung nichtspezifischer CRS sollte zur nachhaltigen Verbesserung des arbeitsbezogenen Rehabilitationserfolgs insbesondere die schmerzspezifische Selbstwirksamkeit, aber auch die Depressivität berücksichtigt werden.
Funder
Europa-Universität Flensburg
Publisher
Springer Science and Business Media LLC
Subject
Anesthesiology and Pain Medicine,Neurology (clinical)