Abstract
ZusammenfassungVor mehr als 30 Jahren erfolgte die erste Implantation eines permanenten, biventrikulären Herzschrittmachersystems bei einem Patienten mit Herzinsuffizienz und ventrikulärer Leitungsstörung. In diesem Artikel soll die historische Entwicklung der kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) vom pathophysiologischen Konzept über die ersten Proof of concept-Studien bis hin zu den großen randomisierten Studien, die dann zum Einzug der CRT in die Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz geführt haben, dargestellt werden. Auch nach der Etablierung der CRT kam es zum einen zu einer Ausweitung der Indikationen z. B. auf Patienten mit milder Herzinsuffizienz oder Vorhofflimmern, aber auch zur Rückbesinnung auf die Patienten mit breiterem QRS-Komplex und Linksschenkelblock, die am meisten profitieren. Neue Techniken wie das Conduction-System-Pacing werden die Schrittmachertherapie bei Herzinsuffizienz verändern, als Alternative oder Ergänzung zur CRT.
Publisher
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