Author:
Feichtinger Michael,Koch Johannes
Abstract
ZusammenfassungEpileptische Anfälle als Folge eines Schädel-Hirn-Traumas (SHT) werden entsprechend ihres zeitlichen Auftretens in Bezug zum ursächlichen Ereignis in Frühanfälle (bis zu 7 Tage nach Trauma) und Spätanfälle (> 7 Tage nach Trauma) unterteilt. Immediatanfälle werden als Untergruppe der Frühanfälle abgegrenzt und sind als akut symptomatische Anfälle, die innerhalb von 24 h nach dem SHT auftreten, definiert. Eine posttraumatische Epilepsie liegt bei ≥ 2 epileptischen Anfällen als Folge eines Traumas vor. Die meisten posttraumatischen Anfälle ereignen sich innerhalb der ersten 2 Jahre nach dem SHT. Schwere Traumen korrelieren mit einem deutlich erhöhten Risiko für Früh- und Spätanfälle, bedingt durch die direkten Folgen der Gewalteinwirkung und die sekundären pathophysiologischen Reaktionsmuster auf zellulärer Ebene einschließlich neuroinflammatorischer Prozesse. Der prophylaktische Einsatz von Antikonvulsiva wird generell nicht empfohlen. Diese können das Auftreten von Frühanfällen reduzieren, haben aber keinen relevanten Einfluss auf die durch das Trauma eingeleitete Epileptogenese bzw. das Auftreten von Spätanfällen oder einer posttraumatischen Epilepsie.
Funder
Paracelsus Medical University
Publisher
Springer Science and Business Media LLC
Subject
Neurology (clinical),Pediatrics, Perinatology and Child Health
Cited by
2 articles.
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