Affiliation:
1. Universitäts-Frauenklinik, Freiburg
Abstract
Das Corpus Luteum ist eine «Drüse auf Zeit», deren Hauptaufgabe in der Synthese und Sekretion von Progesteron besteht, das zur endometrialen Rezeption eines Embryos durch sekretorische Umwandlung bzw. zur Erhaltung der Schwangerschaft unabdingbar ist. Der eigentliche Stimulus zur Bildung bzw. zum Erhalt des Corpus Luteum nach erfolgter Ovulation, ist der mittzyklische Anstieg der LH-Ausschüttung durch die Hypophyse, gefolgt von einem pulsatilen Sekretionsmuster. Durch diesen Stimulus bzw. den Einfluss angiogenetischer Faktoren wie z.B. VEGF erfolgt eine Umwandlung der Theka- bzw. Granulosazellen in Luteinzellen, die stark proliferieren und rasch vaskularisiert werden. Mit diesem ausgeprägten Gefäßanschluss sind die lutealen Zellen in der Lage, LDL-Cholesterol als Substrat für die Steroidbiosynthese aufzunehmen und durch die Aktivierung verschiedener Enzymsysteme schließlich Progesteron zu bilden und zu sekretieren. Tritt in einem Zyklus keine Schwangerschaft ein, so kommt es nach etwa 14 Tagen zur Luteolyse, die vermutlich eng mit der Ausschüttung von PGF2a verbunden ist. Dieses Prostaglandin reduziert zum einen den «lutealen» Blutfluss, als auch die Anzahl bzw. Syntheseleistung der lutealen Zellen und führt schließlich über apoptotische Vorgänge zur bindegewebigen Regression des Corpus Luteum. Kommt es jedoch im Zyklus zu einer Schwangerschaft, so übernimmt das von der Blastozyste bzw. dem Trophoblasten sezernierte hCG die weitere Stimulation des nun als Corpus Luteum gravidate bezeichneten «Organs», welches den Erhalt der Schwangerschaft durch die Biosynthese verschiedener Steroide bzw. Proteine (Progesteron, Östradiol, Relaxin, etc.) bis zur vollständigen Übernahme durch die Plazenta in der 8/9 Schwangerschaftswoche gewährleistet.
Cited by
5 articles.
订阅此论文施引文献
订阅此论文施引文献,注册后可以免费订阅5篇论文的施引文献,订阅后可以查看论文全部施引文献