Affiliation:
1. Prävention und Evaluation, Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie – BIPS, Bremen
Abstract
ZusammenfassungDas 2015 verabschiedete Präventionsgesetz sieht eine Stärkung
settingbasierter Präventionsansätze vor. Ziel der vorliegenden
Arbeit ist die Vorstellung des Community Readiness-Modells als ein Instrument
zur Bedarfsermittlung und Verbesserung gesundheitsförderlicher
Strukturen im Setting Kommune am Beispiel Bewegungsförderung im Alter im
Rahmen des Forschungsprojekts Ready to Change. Community Readiness steht dabei
für kommunale Handlungsbereitschaft. Die Bedarfsermittlung im Rahmen der
Modell-Umsetzung erfolgt als Community Readiness-Assessment, bei dem an Themen
der Gesundheitsförderung und Prävention angepasste
Leitfaden-gestützte Interviews mit Schlüsselpersonen in Kommunen
geführt werden. Als Ergebnis wird für die Kommunen ein Stadium
der Handlungsbereitschaft identifiziert, aus dementsprechend zu ergreifende
Public Health-Maßnahmen abgeleitet werden. In unserem Beispiel wurde das
Modell an das Thema Bewegungsförderung im Alter im kommunalen Setting
angepasst. Ein Assessment wurde im Jahr 2015 in 23 Kommunen im Nordwesten
Deutschlands durchgeführt. Für die Ergebnisdarstellung des
Assessments werden beispielhaft Darstellungen wie Spinnweb-Diagramme und
geographische Verteilungen präsentiert. Mit dem Community
Readiness-Ansatz liegt ein Modell vor, mit dem eine systematische
Bestandsaufnahme und Verbesserung lokaler Strukturen und Ressourcen der
Gesundheitsförderung umgesetzt werden kann. Unsere Projekterfahrungen
zeigen, dass sich das Vorgehen im Community Readiness-Modell gut umsetzen
lässt. Wesentliche Vorteile dieses Ansatzes liegen in der Systematik des
Vorgehens und in der lokalen Stärken- und Schwächenanalyse als
Voraussetzung für kommunenspezifische Interventionen.
Subject
Public Health, Environmental and Occupational Health
Cited by
17 articles.
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