Affiliation:
1. Fachbereich Soziale Arbeit.Medien.Kultur, Hochschule Merseburg
Abstract
ZusammenfassungEinleitung Schwangerschaftsabbrüche sichern reproduktive Selbstbestimmung und sind als Menschenrecht anerkannt. Gleichzeitig werden sie oft gesellschaftlich missbilligt, sind in Deutschland nach wie vor strafrechtlich verankert und erfordern eine Pflichtberatung.Forschungsziele Die vorliegende Studie verfolgt das Ziel zu rekonstruieren, warum und wie junge Frauen sich unter diesen Bedingungen für einen Schwangerschaftsabbruch entscheiden, wie sie dabei die Pflichtberatung und die medizinische Versorgung einschätzen und den Abbruch im Rückblick bewerten.Methoden Interviewdaten von n = 10 Studentinnen, die während ihrer (hoch-)schulischen Ausbildung einen Abbruch vornehmen ließen, wurden qualitativ erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet.Ergebnisse Die Daten zeigen, dass die Befragten klare und oft ähnliche Gründe für den Abbruch hatten und die Pflichtberatung bei ihrer Entscheidungsfindung kaum eine Rolle spielte. Im Rückblick beurteilten die Frauen den Abbruch als richtige Entscheidung.Schlussfolgerung Sinn und Nutzen der Pflichtberatung nach § 218a StGB gilt es ebenso zu überdenken wie das gesamte Unterstützungssystem, das bei ungewollten Schwangerschaften bereitsteht.
Subject
General Psychology,Reproductive Medicine
Reference37 articles.
1. Abtreibung und Selbstbestimmung – Drei Positionen;K Achtelik;Aus Politik und Zeitgeschehen,2019
2. Schwangerschaftsabbruchversorgung. Welchen Einfluss haben rechtliche und gesellschaftliche Aspekte?;U Busch;pro familia Magazin,2019
Cited by
3 articles.
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