Affiliation:
1. Universitätsklinik für Herz- und Gefässchirurgie, Inselspital Universitätsspital Bern, Schweiz
Abstract
ZusammenfassungDie Aneurysmaruptur der abdominalen Aorta ist eine lebensbedrohliche Situation. Aktuell sind die offene und endovaskuläre Behandlungsmethode in hochspezialisierten Zentren gleichwertig mit niedrigen Mortalitätsraten (15 – 20%). Das individuelle Patientenmanagement ist wichtiger als die gewählte Behandlungsoption. Die permissive Hypotonie mit Flüssigkeitsrestriktion sowie die geeignete Aneurysmaanatomie für die endovaskuläre Behandlung haben einen positiven Einfluss auf das Überleben. Koronare Herzkrankheit, chronische Niereninsuffizienz und schwerer hypovolämischer Schock haben einen negativen Einfluss auf das Überleben. Die Re-Interventionsrate nach endovaskulärer Versorgung ist deutlich höher als nach offenem Ersatz und erfordert lebenslange Nachkontrollen.