1. Ueber die Theorie der Aetherbildung
2. Zeitschr. Chem. 1869.
3. Die Chlorsulfonsäure habe ich nach Michaelis dadurch hergestellt, dass Phosphorpentachlorid zur schwach rauchenden Schwefelsäure zugesetzt wurde, gemäss dem Verhältniss: PCl5+H2SO4. Hier nach destillirte ich aus einer untubulirten Retorte, und fing das zuerst Uebergehende, hauptsächlich aus Phosphortrichlorid bestehend, besonders auf, bis eine Probe des Destillates unter starker Explosion auf Wasser einwirkte, ohne dass zuvor Oeltropfen sich absonderten, worauf die farblose Chlorsulfonsäure übergeht. In der Retorte bleibt Metaphosphorsäure und etwas Schwefelsäure zurück. Die so erhaltene Säure ist jedoch nicht ganz rein, namentlich enthält sie etwas Phosphorverbindungen und freie Schwefelsäure. Auch wurde die Säure dargestellt aus Chlorwasserstoff und Schwefelsäureanhydrid, oder, was dasselbe ist, durch Einleiten von Chlorwasserstoff in rauchende Schwefelsäure: eine gute Methode, wenn anhydridreiche Säure zur Verfügung steht. Baumstark gewann seine Säure dadurch, dass er Phosphorpentachlorid zu rauchender Schwefelsäure setzte, bis die gebildete obere Schicht 2/3 der unteren ausmachte, worauf destillirt wurde. Eine solche Theilung in zwei Schichten tritt aber nur dann ein, wenn während der Operation nicht geschüttelt wird. Auch hat Baumstark zu viel Phosphorpentachlorid angewendet, wodurch die zunächst entstandene Chlorsulfonsäure in Pyrosulfurylchlorid übergegangen ist. Phosphorpentachlorid und Chlorsulfonsäure geben nämlich nach Michaelis Pyrosulfurylchlorid und Phosphoroxychlorid.