1. Die folgende Einschätzung des Hilbertschen Arbeitsstils betrifft ausschließlich seine „Grundzüge“. In bezug auf die „Grundlagen“ würde man wohl zu einem völlig anderen Urteil kommen.
2. Blumenthal (1935, S. 412): „Von unserem heutigen Standpunkt erscheinen uns die Entwicklungen etwas ungelenk, wenn wir sie etwa mit der Kürze und Eleganz von E. Schmidts Beweisen vergleichen.“ Weyl (1944, S. 647): „Hilbert’s passage to the limit is laborious.“ Heuser (1986, S. 626): „Die 4. Mitteilung ist durch und durch klassische Analysis. In einer heroischen Anstrengung preßt sie dem passaggio dal discontinuo al continuo alles ab, was er zu geben vermag — und saugt ihm damit das Leben aus. Ihre Resultate brachten den funktionalanalytischen Stein ins Rollen, ihre Methoden wurden unter ihm begraben.“
3. Schmidt (1919, S. 565–566).
4. Dazu stellt Blumenthal (1935, S. 408) folgendes fest: „Mir scheint, daß sich auch für diese Untersuchungen Hilbert von vornherein ein axiomatisches Programm gesteckt hat.“ Vgl. auch das Ende des 4. Abschnitts dieses Nachworts.
5. Fredholm (1900).