1. Klaus Helfrich,Malanggan. Bildwerke von Neuirland I, Berlin, 1973 (Veröffentl. des Museums für Völkerkunde Berlin, N. F. 25).
2. Dieses Überflüssigwerden von eigens für ein Fest gefertigten Kunstwerken im nachfolgenden Alltag erhöht den Glanz des Festes und unterstreicht den Gegensatz zwischen sakraler und profaner Zeit. Dahinter steht eine Auffassung vom Kunstwerk, die auf Intensität mehr Wert legt als auf Dauer. Insofern gleichen die Malanggane Neu-Irlands eher unseren Festdekorationen als den Photos, die heute in derart aufdringlicher Weise gemacht werden, daß das Fest selbst eigentlich nur mehr als ein Anlaß zum Photographieren erscheint. Ein Symptom der Auflösung des Gegensatzpaares Sakralität-Profanität in der Industriegesellschaft!
3. T. Obayashi,Ise und Izumo: Die Schreine des Shintoismus, 1982.
4. Plutarch, an seni sit resp. ger. 6; vgl. F. Miltner, Art. “Paralos”, In:Paulys Realencyclopädie der Classischen Altertumswissenschaft, neue Bearb., 36/2, Stuttgart, 1949, 1209–1211.
5. Vgl. J. Stagl, “Zur Soziologie der Repräsentativkultur”, In: J. Chr. Papalekas (Hg.),Kulturelle Integration und Kulturkonflikt in der technischen Zivilisation, Frankfurt a. M., 1989, 43–67. Siehe auch M. Szalay, “Die Einheit von Kunst und Gesellschaft in Afrika”, In: H. Kämp (Hg.),Der Mensch als Homo Pictor? Die Kunst traditionelle Kulturen aus der Sicht von Philosophie und Ethnologie. (Sonderband derZeitschrift für Ästhetik und allgemeine Kulturwissenschaft).