Abstract
Zusammenfassung
Hintergrund und Fragestellung
In einer von der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (ÖGKJP) für die Neuropsychiatrie kuratierten Artikelserie erscheinen in einem Schwerpunktheft Arbeiten, die die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgungslage zum Thema haben. Der vorliegende Artikel hat sich zum Ziel gesetzt, einen diesbezüglichen Drei-Länder-Vergleich zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz zu machen und Konklusionen für die österreichische kinder- und jugendpsychiatrische Versorgungslandschaft zu ziehen.
Methode
Zunächst werden epidemiologische Eckdaten sowie unterschiedliche Traditionen und Behandlungsphilosophien und deren Niederschlag im öffentlichen Gesundheitssystem der drei deutschsprachigen Länder Österreich, Deutschland und Schweiz vorgestellt. Im Anschluss werden die kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgungsdaten von Österreich und Deutschland aufgezeigt und zueinander in Beziehung gestellt.
Ergebnisse und Schlussfolgerungen
In der österreichischen kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung besteht – wenn man die epidemiologische Datenlage, die deutliche Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes der Kinder und Jugendlichen durch die Pandemie sowie die bisher niedrigen Bettenmessziffern (0,03–0,09) zugrunde legt – dringender Handlungsbedarf. Eine Verbesserung der strukturellen Defizite in der Forschungs- und Versorgungslandschaft, eine deutliche Erhöhung der Kapazitäten im stationären, teilstationären sowie ambulanten Bereich unter Berücksichtigung moderner Strukturen wie des Hometreatments, sind notwendig.
Funder
University of Innsbruck and Medical University of Innsbruck
Publisher
Springer Science and Business Media LLC
Subject
Psychiatry and Mental health,Clinical Psychology
Reference33 articles.
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Cited by
11 articles.
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