Abstract
Zusammenfassung
Hintergrund
Tätigkeitsbezogene Daten zur beruflichen und privaten UV-Exposition als Grundlage sowohl für die retrospektive Überprüfung von Kriterien der BK-Nr. 5103, aber auch die prospektive Modellierung anderer möglicher epidemiologischer Zusammenhänge, lagen bisher nur in unzureichender Form vor. Ziel der Arbeit war es, durch systematische Messungen der UV-Exposition in Beruf und Freizeit ein Expositionskataster zu entwickeln, das als Grundlage zur Einführung einer neuen und wesentlich genaueren Metrik im Berufskrankheitenverfahren dienen soll.
Material und Methoden
Im Rahmen der GENESIS-UV-Messkampagnen wurde seit 2014 die UV-Exposition bei beruflichen Tätigkeiten mittels eines Datenlogger-Dosimeters erfasst. Zur Vervollständigung der Datenlage wurde zudem seit 2019 die Messung der UV-Exposition auf den privaten Bereich ausgeweitet. An praktischen Rechenbeispielen zur retrospektiven Expositionsermittlung im Berufskrankheitenverfahren werden die Unterschiede zwischen alter und neuer Metrik herausgestellt.
Ergebnisse
Die deutlichen Vorteile der neuen Metrik zeigen sich insbesondere bei detailreicheren beruflichen Expositionen, wie wechselnden Arbeitsverhältnissen oder Teilzeitexpositionen. Es wird deutlich, dass die bisher genutzte Metrik zum Teil nur unzureichend das reale Spektrum der Exposition im beruflichen Bereich wiedergeben kann.
Diskussion
Es konnte gezeigt werden, dass die Anwendung der neuen Metrik im Berufskrankheitenverfahren eine weitaus differenziertere Bewertung der beruflichen Exposition zulässt und somit für die individuelle Expositionsermittlung wesentlich besser geeignet ist. Der Grund dafür ist in erster Linie die deutlich umfassendere Datenbasis der im Expositionskataster vorliegenden Werte.
Publisher
Springer Science and Business Media LLC
Subject
Public Health, Environmental and Occupational Health
Cited by
3 articles.
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